Messung der Radonbelastung in Gebäuden

Messung des Gebäudes auf potenzielle Radonbelastung

Gemessen werden sollte, wie hoch die Radon-Konzentration in den wichtigsten Aufenthaltsräumen in einem Jahr durchschnittlich ist ("Jahresmittelwerte"). Mit den wichtigsten Aufenthaltsräumen sind die Räume gemeint, in denen sich die Bewohner oder Nutzer des Gebäudes üblicherweise am längsten aufhalten – zum Beispiel Wohnzimmer, Schlafzimmer, Wohn- und Essräume, Arbeitsräume.

 

Zum Einsatz kommen Radon -Detektoren, quasi Dosimeter, die i.d.R. für 3 – Tage aufgestellt wird (mehrere in einem Einfamilienhaus) und dann verschlossen und abgeholt, sodann zur Auswertung einem Labor zugeschickt wird.

 

Nach der Analyse der Proben und den Ergebnissen bespreche ich, wenn eine überhöhte Konzentration vorliegt, Handlungsweisen und Möglichkeiten zur Abhilfe der Belastung konkret des betreffenden Gebäudes.

 

Die Kosten belaufen sich, je nach Größe des Gebäudes,  auf ca. 399 € für ein Einfamilienhaus.

 

Fragen zum Thema "Radon"

 

 

Radon als Problem

Radon als Strahlenquelle ist nach einer Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) den meisten Deutschen nicht bekannt. Dabei ist es demnach die größte Quelle für die durchschnittliche jährliche Strahlenbelastung – und nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

 

Rechnerische Abschätzungen aus der Lungenkrebshäufigkeit von Bergarbeitern haben ergeben, dass Radon etwa 5 % der Lungenkrebstodesfälle in Deutschland verursacht, in der Summe sind das etwa 1.900 Sterbefälle; für Europa werden 9 % aller Lungenkrebstodesfälle und 2 % aller Krebstodesfälle auf Radon zurückgeführt. Diese Größenordnung wurde inzwischen durch epidemiologische Studien belegt. Damit gehen pro Jahr in der EU 20.000 Lungenkrebstodesfälle und in der Schweiz 300 bis gegen 400 auf Radon zurück.

 

Diese Angaben können Angst machen, dies ist aber nicht meine Intension. Allerdings möchte ich die allgemeine Aufmerksamkeit auf ein, wie ich glaube, stark unterschätztes Thema lenken.

 

Radon als Problem hat auch der Gesetzgeber erkannt:

Am 31. Dezember 2018 sind in Deutschland das Strahlenschutzgesetz und die neue Strahlenschutzverordnung in Kraft getreten. Durch dieses neue Strahlenschutzrecht wird – neben einer umfassenden Überarbeitung und Erweiterung der Regelungen zum Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen – auch erstmals der Schutz der Bevölkerung vor Radon in Aufenthaltsräumen geregelt. Es gilt fortan für die über das Jahr gemittelte Radonaktivitätskonzentration in der Luft von Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen in Innenräumen jeweils ein Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter, das heißt von 300 Radonzerfällen pro Sekunde und pro Kubikmeter Raumluft.

Das Auftreten von Radon im Boden unterliegt in Deutschland starken regionalen Schwankungen, abhängig von der lokalen Geologie und der Luftdurchlässigkeit des Erdbodens. Bis zum 31. Dezember 2020 werden die Länder Gebiete ausweisen, in denen eine beträchtliche Zahl an Gebäuden den Referenzwert überschreitet – sogenannte Radonvorsorgegebiete. Aber auch außerhalb dieser Gebiete können lokal erhöhte Radonvorkommen auftreten, die zu Überschreitungen des Referenzwerts in Gebäuden führen können.

 

Was ist überhaupt Radon?

Radon kann man nicht riechen, schmecken, oder sonst wie wahrnehmen.

Radon ist ein radioaktives chemisches Element mit dem Elementsymbol Rn und der Ordnungszahl 86. Im Periodensystem steht es in der 8. Hauptgruppe, bzw. der 18. IUPAC-Gruppe und zählt damit zu den Edelgasen.

 

Wodurch entsteht Radon

Radon entsteht durch den natürlichen Zerfall von Uran und Thorium in den tieferen Erdschichten.

 

Wo kommt Radon im Boden vor?

Das BfS informiert auf Karten über regional durchschnittliche Konzentrationen. Wie viel Radon in Häusern tatsächlich ist, können nur einzelne Messungen klären. (Quelle: BfS)

 

Radon ist im Untergrund nicht gleichmäßig verteilt. Sein Vorkommen ist abhängig von Geologie und Bodenbeschaffenheit. In der norddeutschen Tiefebene sind die Konzentrationen niedriger als in Mittelgebirgen mit Granit- und Schiefergesteinen.

 

Die Radonbelastung im Boden wird -  unter anderem – durch eine Karte, herausgegeben von dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)  - anzeigt.

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